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Wünnewil-Flamatt

Chlorothalonil im Trinkwasser - aktuelle Situation der Gemeinde Wünnewil-Flamatt

Nachdem über das ganze Kantonsgebiet und bei allen Versorgern das Trinkwasser auf die Metaboliten (Abbaustoffe) des seit dem 1. Januar 2020 in der Anwendung verbotenen Pilzbekämpfungsmittels Chlorothalonil analysiert wurden, hat der Kanton die Federführung in der Kommunikation übernommen. Die Übersicht über den ganzen Kanton und die Pläne für das weitere Vorgehen wurde von Staatsrat Didier Castella am Montag, 06. Juli 2020 präsentiert.

Im Rahmen der Messreihe wurden bei den Wasserversorgern unserer Gemeinde folgende Werte analysiert:

Wasserversorgungsgenossenschaft Wünnewil und Umgebung:

Physikalisch-chemische Analysen:

Trinkwasser im Verteilungsnetz

Methode-N°

Parameter

Einheit Mikro-
gramm/Liter

Ergebnis

Norm

 

FR-LC-M-536-107

Chlorothalonil R 471811 (M4)

mg/L

1,320 ± 0.396

max. 0.100

FR-LC-M-536-107

Chlorothalonil R 611968 (M9)

mg/L

<0.010

max. 0.100

FR-LC-M-536-107

Chlorothalonil R 417888

ng/L

0.430 ± 0.129

max. 0.100

FR-LC-M-536-107

Chlorothalonil SYN 507900

ng/L

0.018 ± 0.004

max. 0.100

FR-LC-M-536-107

Chlorothalonil SYN 548581 (M11)

ng/L

<0.050

max. 0.100

 

FR-LC-M-537-018

Leitfähigkeit (20°C)

μS/cm

0.552 ± 0.011

 

max: Maximum, min: Minimum

Wasserversorgungsgenossenschaft Flamatt:

Physikalisch-chemische Analysen:

Trinkwasser bei der Quellfassung Au  

Methode-N°

Parameter

Einheit Mikro-
gramm/Liter

Ergebnis

Norm

 

FR-LC-M-536-107

Chlorothalonil R 471811 (M4)

mg/L

0.140 ± 0.042

max. 0.100

FR-LC-M-536-107

Chlorothalonil R 611968 (M9)

mg/L

<0.010

max. 0.100

FR-LC-M-536-107

Chlorothalonil R 417888

mg/L

0.017 ± 0.005

max. 0.100

FR-LC-M-536-107

Chlorothalonil SYN 507900

mg/L

<0.010

max. 0.100

FR-LC-M-536-107

Chlorothalonil SYN 548581 (M11)

mg/L

<0.050

max. 0.100

 

FR-LC-M-537-018

Leitfähigkeit (20°C)

μS/cm

435 ± 9

 

max: Maximum, min: Minimum

Die in der Schweiz geltenden Anforderungen an das Trinkwasser sind sehr hoch und Konsumentinnen und Konsumenten können Trinkwasser, in welchem die Abbauprodukte von Chlorothalonil nachgewiesen wurden, gemäss dem BLV weiterhin zu sich nehmen.
Die Überschreitung des Vorsorgegrenzwerts ist nicht signifikant für ein wissenschaftlich anerkanntes Gesundheitsrisiko. (https://www.blv.admin.ch/blv/fr/home/lebensmittel-und-ernaehrung/lebensmittelsicherheit/stoffe-im-fokus/pflanzenschutzmittel/chlorothalonil.html)


Das Vorsorgeprinzip schützt jedoch vor hypothetischen, nicht bestätigten Risiken. Dieser Grenzwert wird festgelegt, indem der tiefstmögliche Wert, unabhängig von gesundheitlichen Erwägungen, definiert wird. Beim Chlorothalonil sind die Toxizitätsgrenzwerte, welche die Grenze definieren, ab der die Gesundheit der Bevölkerung möglicherweise gefährdet ist, nicht bekannt, da es nach dem derzeitigen Stand der wissenschaftlichen Kenntnisse nicht möglich ist, eine konkrete Gefahr zu erkennen, und das auch für Werte, die weit über dem Vorsorgegrenzwert liegen.

 

Situation und Massnahmen der Wasserversorgungen Wünnewil und Flamatt

Die Wasserversorgungen Wünnewil und Flamatt prüfen aktuell mögliche Massnahmen um die Grenzwerte innerhalb der geforderten Frist von zwei Jahren einhalten zu können.

In einem ersten Schritt hat die Wasserversorgung Wünnewil die 4 Quellen-Einläufe in den Hauptsammler zusätzlich auf die Belastung durch Metaboliten von Chlorothalonil analysieren lassen. Leider sind alle 4 Einläufe über dem festgelegten Grenzwert.

Während des Sommerhalbjahres mit einem grossen Wasserbedarf, bis zur doppelten Menge des Normalverbrauchs, kann vorderhand nicht auf die Quellzuläufe verzichtet werden. Als nächste Massnahme wird die Wasserversorgung Wünnewil das Wasser sämtlicher ergiebiger Quellen im Quellgebiet Tuntelen auf die relevanten Metaboliten von Chlorothalonil analysieren lassen. Die Ergebnisse dieser Analysen geben der Wasserversorgung die Möglichkeit, zuerst die am stärksten belasteten Quellen auszuschalten und das Ausmass der Belastung im ganzen Quellgebiet zu kennen und weitere Massnahmen festzulegen.


Dokument Detaillierte_Resultate_Chlotrothalonil_Kanton_Freiburg.pdf (pdf, 436.5 kB)


Datum der Neuigkeit 7. Juli 2020
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